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Leo van Doeselaar

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Leo van Doeselaar begann  sein Orgel- und Klavierstudium bei Gerard Akkerhuis in Den Haag. Anschließend studierte er  Orgel am Amsterdamer Sweelinck Conservatorium bei Albert de Klerk und Klavier bei Jan Wijn.

Neben den beiden Solistendiplomen empfing er außerdem  den Prix d’Excellence für Orgel.

1980 wurde ihm der Tonkunst-Jubiläumpreis zuerkannt und 1981 der Silberne Freundeskranz des Concertgebouws in Amsterdam. Nach seinem Studium vertiefte er sich mittels einiger Kurse in “historisches” Orgelspiel, studierte bei André Isoir französisches Orgelrepertoire und nam bei Malcolm Bilson und Jos van Immerseel Hammerklavier-Unterricht.

 

Leo van Doeselaar trat als Orgelsolist mit verschiedenen Orchestern unter Dirigenten wie Ernest Bour, Mariss Jansons, Riccardo Chailly, Charles Dutoit, Claus-Peter Flor, Jean Fournet, Ingo Metzmacher und David Zinman auf. Besonders zum Königlichen Concertgebouworchester unterhält er als Titularorganist des Amsterdamer Concertgebouws enge Beziehungen. Mit dem Königlichen Concertgebouworchester  trat er u.a. bei der Einweihung der im Jahre 1993 restaurierten fast 100 Jahre alten Maarschalkerweerd-Orgel auf und spielte er Uraufführungen von Orgelkonzerten von u.a. Sofia Gubaidulina und Wolfgang Rihm.

Als Continuospieler hat er mit unterschiedlichen Barockensembles in Westeuropa zusammengearbeitet. Er wirkte an einer großen Anzahl von Festspielen für Alte Musik in Europa und den USA mit.

Seit 1977 bildet er zusammen mit Wyneke Jordans ein vielseitig auftretendes Klavierduo.

Von ihrem Spiel auf dem Klavier und dem Fortepiano wurden verschiedene CD-Aufnahmen mit Werken von Satie, Dvorak, Ravel, Beethoven und Schubert herausgegeben.

Darüber hinaus zeigt sich van Doeselaar sowohl auf historischem als auch auf modernem Klavier zeigt er sich als engagierter Kammermusiker und Liedbegleiter.

 

Als Orgelsolist, Continuospieler und Pianist machte Leo van Doeselaar eine große Anzahl von CD-Aufnahmen für diverse Labels, u.a. die erste Integralaufnahme der Orgelwerke von Wilhelm Friedemann Bach und Georg Friedrich Händel. Seine Aufnahme mit Orgelwerken von Heinrich Scheidemann (MDG) in der St.Pieterskerk in Leiden wurde 2012 gekrönt mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik.

 

Er ist Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Universität der Künste Berlin und Titularorganist an der Van Hagerbeer-Orgel (1643) in der St.Pieterskerk in Leiden.

In der ‘Oude Kerk’ in Amsterdam wurde ihm 2007 der Sweelinckpreis verliehen für seinen großen Verdienst um die niederländische und internationale Orgelkultur.